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Vorsorge, bevor es zu spät ist - OWV-Moosbach

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Vorsorge, bevor es zu spät ist

Berichte/Bilder 2026 > Vereinsleben
Zu einem nicht nur interessanten, sondern vor allem wichtigen Vortrag unter dem Titel „Vorsorge, bevor es zu spät ist“ hatte der OWV Moosbach am vergangenen Montagabend in den Gasthof Pfaröller eingeladen. Zahlreiche Interessierte folgten der Einladung – die Gaststube war bis auf den letzten Platz gefüllt.
Als Referent sprach Ausschussmitglied Johannes Maier in Vertretung des Vereins AS-Soziale Dienstleitungen e.V., bei dem er als Vorstand tätig ist. Professionell und fachlich fundiert informierte er über die Themen Vorsorgevollmacht, Betreuungsverfügung und Patientenverfügung.
Zum Einstieg in den Abend wurde ein kurz zusammengefasstes Erklärvideo gezeigt, das einen ersten Überblick bot. Im Anschluss vertiefte Maier die Inhalte anhand einer Präsentation. Ergänzend standen den Teilnehmerinnen und Teilnehmern Informationsmaterialien sowie entsprechende Vordrucke zur Verfügung.
Im Mittelpunkt seiner Ausführungen stand die Bedeutung rechtzeitiger Vorsorge. Die Vorsorgevollmacht, mit der man eine vertraute Person bevollmächtigt, diene in erster Linie der Sicherung der Selbstbestimmung und könne eine gerichtliche Betreuung vermeiden. Dabei sei unbedingt zu beachten, dass im Ernstfall ausschließlich das Originaldokument rechtsgültig ist. Die Betreuungsverfügung dagegen ist eine Empfehlung eines zu bestimmenden Betreuers für das Amtsgericht, falls keine Vorsorgevollmacht erteilt werden möchte. Die Patientenverfügung wiederum greife bei Entscheidungsunfähigkeit und halte medizinische Behandlungswünsche verbindlich fest. Der Experte empfahl in diesem Zusammenhang zu einer ärztlichen Beratung, nachdem man sich selbst intensiv mit den eigenen Vorstellungen auseinandergesetzt habe. Im Notfall sei hier die Vorlage einer Kopie ausreichend. Die Betreuungsverfügung müsse schriftlich beim zuständigen Betreuungsgericht eingereicht werden und solle sicherstellen, dass die eigenen Interessen gewahrt bleiben. Idealerweise werde hierfür eine vertraute Person benannt.
Großes Interesse galt auch der sogenannten Notfallmappe des Landkreises Neustadt an der Waldnaab. Diese ist sowohl im Landratsamt als auch in den Gemeinden und Städten erhältlich. In der Mappe können alle wichtigen persönlichen Daten gebündelt festgehalten werden, um für Situationen vorzusorgen, in denen man auf fremde Hilfe angewiesen ist.
In der anschließenden Gesprächsrunde nutzten die Teilnehmer die Gelegenheit, individuelle Fragen zu stellen, die von Johannes Maier fachkundig beantwortet wurden. Seine wichtigsten Empfehlungen lauteten: frühzeitig und schriftlich vorsorgen, Bevollmächtigte sorgfältig auswählen, die Patientenverfügung ärztlich besprechen, sämtliche Dokumente regelmäßig überprüfen und aktualisieren sowie auf unnötige oder missverständliche Angaben verzichten.
Vorstand Josef Enslein ergänzte aus seiner Erfahrung heraus weitere sinnvolle Vorsorgemöglichkeiten wie eine Bankvollmacht, einen möglichen Bestattungsvorsorgevertrag sowie eine Sterbegeldversicherung. Zudem wies Johannes Maier auf die Möglichkeit hin, sich beim Bezirk Oberpfalz kostenlos zum Thema Sozialhilfe und Freibeträge bei Heimaufenthalt beraten zu lassen. Diese Beratungen finden im zweiwöchigen Turnus in den jeweiligen Landratsämtern statt.
Zum Abschluss dankte Vorstand Josef Enslein dem Referenten für sein Engagement und den informativen Vortrag und überreichte ihm als Zeichen der Anerkennung ein kleines Präsent.
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